Mittwoch, 16. Dezember 2009
Schnee
Jetzt hat es doch tatsächlich zum ersten Mal in diesem Jahr geschneit, und ich habe es nicht mitbekommen. Verdammt!
Sonntag, 13. Dezember 2009
Sonntag, 6. Dezember 2009
Freitag, 4. Dezember 2009
Return to sender
Nach der Geschichte mit Frau R. hatte ich doch irgendwie das Bedürfnis mein Büro für ein paar Minuten zu verlassen. Da bot es sich sehr an, dass das Postfach heute noch nicht geleert war und zudem bei der Post noch ein Päckchen für mich lag. Also auf zur Post, wo auch alles reibungslos klappte.
Nach der Leerung des Postfachs hatte ich jedoch gewissen Gesprächsbedarf mit Frau RAFA.
Back in the Kanzlei am Rande der Stadt entwickelte sich dann folgendes Gespräch:
"Ähm, Frau RAFA, schauen sie mal dieser Umschlag war gerade im Postfach."
"Mensch, das ist ja die Akte die wir gestern der Staatsanwaltschaft zurückgeschickt haben."
"Genau!"
"Aber warum ist die denn zurückgekommen?" ... "Oh, war die nicht ausreichend frankiert?"
"Ich glaube, das war nicht das Problem."
"Hmmm ..." [Frau RAFA stiert auf die Akte]
"Auf dem Umschlag ist als Absenderangabe unser Stempel. Aber schreiben Sie am besten beim nächsten Mal auch den Empfänger auf den Umschlag."
"Oh!" ... "Meinen Sie, ich muss die nochmal frankieren, wenn wir die jetzt wieder versenden?"
Nach der Leerung des Postfachs hatte ich jedoch gewissen Gesprächsbedarf mit Frau RAFA.
Back in the Kanzlei am Rande der Stadt entwickelte sich dann folgendes Gespräch:
"Ähm, Frau RAFA, schauen sie mal dieser Umschlag war gerade im Postfach."
"Mensch, das ist ja die Akte die wir gestern der Staatsanwaltschaft zurückgeschickt haben."
"Genau!"
"Aber warum ist die denn zurückgekommen?" ... "Oh, war die nicht ausreichend frankiert?"
"Ich glaube, das war nicht das Problem."
"Hmmm ..." [Frau RAFA stiert auf die Akte]
"Auf dem Umschlag ist als Absenderangabe unser Stempel. Aber schreiben Sie am besten beim nächsten Mal auch den Empfänger auf den Umschlag."
"Oh!" ... "Meinen Sie, ich muss die nochmal frankieren, wenn wir die jetzt wieder versenden?"
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Wackel-Dackel
Frau R. kommt in die Sprechstunde sie hat da ein Problem, mit einem etwas komplizierteren Verkehrsunfall. Ich mag übrigens das Wort Sprechstunde nicht so, das klingt mir zu sehr nach Arzt und Krankheit.
Frau R. bringt ihren Hund mit, einen etwas zu groß geratenen und offenbar auch etwas zu genährten Dackel. Das ist nun gar nicht schlimm, denn das ist ein sehr liebes Tier, der zwar ein wenig im Besprechungszimmer herumläuft und schnuppert, aber er verzichtet darauf sein Revier zu markieren und riecht auch kaum nach Hund.
Allerdings war Frau R. wohl vorher Gassi und hat als pflichtbewußte Hundehalterin natürlich eine Gehwehverunreinigung vermieden. Ebenjenes
dezent-schwarze Beutelchen platziert Sie dann während des Gesprächs auf meinem Schreibtisch.
Wäääähh!
Frau R. bringt ihren Hund mit, einen etwas zu groß geratenen und offenbar auch etwas zu genährten Dackel. Das ist nun gar nicht schlimm, denn das ist ein sehr liebes Tier, der zwar ein wenig im Besprechungszimmer herumläuft und schnuppert, aber er verzichtet darauf sein Revier zu markieren und riecht auch kaum nach Hund.
Allerdings war Frau R. wohl vorher Gassi und hat als pflichtbewußte Hundehalterin natürlich eine Gehwehverunreinigung vermieden. Ebenjenes
dezent-schwarze Beutelchen platziert Sie dann während des Gesprächs auf meinem Schreibtisch.
Wäääähh!
Samstag, 28. November 2009
Eigentlich wollte ich mir mindestens einen der Verhandlungstermine gegen Prof. Christoph Broelsch persönlich ansehen, bisher bin ich aber leider noch nicht dazu gekommen.
Stattdessen ist mir aber aufgefallen, dass Der Westen relativ engmaschig berichtet:
Summarisch erscheint mir bei Lektüre der Artikel eine Verurteilung als höchstwahrscheinlich. Nach alledem scheint Broelsch, was sein Verhalten vor Gericht angeht, entweder schlecht beraten oder beratungsresistent zu sein. Ich neige sogar eher zu letzterem, dass würde mit seiner anscheinend etwas verschobenen Realitätswahrnehmung harmonieren.
Früher hier:
Stattdessen ist mir aber aufgefallen, dass Der Westen relativ engmaschig berichtet:
- Broelsch bekommt Gegenwind auch von dankbaren Patienten
- Staatsanwälte als Punktsieger
- Justiziare wiesen Broelsch wohl auf bedenkliche Spendepraxis hin
- Wie Broelsch in 50 Minuten vom OP zum Flieger kommt
- Ehemaliger Oberarzt belastet Broelsch
- Schnelle OP dank Spende
- Gerne auch Bares
- "Spendenpraxis kannte doch jeder"
Summarisch erscheint mir bei Lektüre der Artikel eine Verurteilung als höchstwahrscheinlich. Nach alledem scheint Broelsch, was sein Verhalten vor Gericht angeht, entweder schlecht beraten oder beratungsresistent zu sein. Ich neige sogar eher zu letzterem, dass würde mit seiner anscheinend etwas verschobenen Realitätswahrnehmung harmonieren.
Früher hier:
Dienstag, 10. November 2009
Der fliegende Löwe
Mal so ganz nebenbei bemerkt:
Die Generali-Versicherung wirbt mit dem Slogan: "Schutz unter den Flügeln des Löwen."
Und, hat ein Löwe Flügel?
Eben!
Immerhin kann man ihnen keine Unehrlichkeit vorwerfen.
Die Generali-Versicherung wirbt mit dem Slogan: "Schutz unter den Flügeln des Löwen."
Und, hat ein Löwe Flügel?
Eben!
Immerhin kann man ihnen keine Unehrlichkeit vorwerfen.
Montag, 26. Oktober 2009
Phishing-Unfall
Die jüngsten Datenschutzprobleme (schülerVZ) oder Phishing-Attacken (Hotmail & Co) erinnern mich ein heiteres Schmankerl, dass ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit erleben durfte.
Es gibt da einen großen deutschen verlag, der nahezu das Monopol im Bereiche juritischer Druckerzeugnisse, vor allem Zeitschriften hat. Dieser Verlag schickte sich an, seine Online-Aktivitäten auszubauen und so sollten alle Abonnenten einer gewissen, wöchentlich erscheinenden juristischen Zeitschrift auch einen (eingeschränkten) Zugang zum Online-Angebot erhalten.
Selbiges machte der Verlag dann auch in der Zeitschrift bekannt und man konnte sich, zumindest in der Anfangsphase, mit der außen auf der Zeitschrift aufgedruckten Kundennummer anmelden.
Ein gewisser Volljurist/Rechtsassessor war seinerzeit als juristischer Mitarbeiter einer Kanzlei tätigt und wies Cheffe auf das Angebot des Verlages hin. Cheffe entgegnete sowas wie "Ach das taugt doch eh´nichts, aber wenn Sie meinen, melden Sie sich doch da an."
Gesagt, getan. Die auf der Zeitschrift angebrachte Kundennummer eingegeben, seine eigene eMail-Adresse dazu, und schwupps hatte besagter Volljurist/Rechtsassessor Zugang zu dem Online-Portal. Selbiges ist übrigens, selbst für Zeitschriften-Abonennnten mit besagtem eingeschränktem Gratis-Zugang, durchaus hilfreich.
Interessant wurde es allerdings, als besagter Volljurist/Rechtsassessor am nächsten Morgen seine eMails checkte. Besagter Verlag schrieb:
Kurzum: Man meldet sich mit einer problemlos lesbaren Kundennummer und einer eMail-Adresse an und bekommt die Zugangsdaten eines anderen Nutzers. Wird sehr interessant, wenn man bedenkt, dass man im eingeloggten Zustand auch kostenpflichtige Zusatzmodule buchen und kostenpflichtig Artikel abrufen kann.
Nebenbei gesagt, wie besagter Volljurist/Rechtsassessor später rein zufällig bemerkte, die Zugangsdaten funktionierten auch bei Ebay.
Es gibt da einen großen deutschen verlag, der nahezu das Monopol im Bereiche juritischer Druckerzeugnisse, vor allem Zeitschriften hat. Dieser Verlag schickte sich an, seine Online-Aktivitäten auszubauen und so sollten alle Abonnenten einer gewissen, wöchentlich erscheinenden juristischen Zeitschrift auch einen (eingeschränkten) Zugang zum Online-Angebot erhalten.
Selbiges machte der Verlag dann auch in der Zeitschrift bekannt und man konnte sich, zumindest in der Anfangsphase, mit der außen auf der Zeitschrift aufgedruckten Kundennummer anmelden.
Ein gewisser Volljurist/Rechtsassessor war seinerzeit als juristischer Mitarbeiter einer Kanzlei tätigt und wies Cheffe auf das Angebot des Verlages hin. Cheffe entgegnete sowas wie "Ach das taugt doch eh´nichts, aber wenn Sie meinen, melden Sie sich doch da an."
Gesagt, getan. Die auf der Zeitschrift angebrachte Kundennummer eingegeben, seine eigene eMail-Adresse dazu, und schwupps hatte besagter Volljurist/Rechtsassessor Zugang zu dem Online-Portal. Selbiges ist übrigens, selbst für Zeitschriften-Abonennnten mit besagtem eingeschränktem Gratis-Zugang, durchaus hilfreich.
Interessant wurde es allerdings, als besagter Volljurist/Rechtsassessor am nächsten Morgen seine eMails checkte. Besagter Verlag schrieb:
"Sehr geehrter Cheffe,
Sie haben sich gestern mit Ihrer Kundennummer auf unserem Online-Portal angemeldet. Offenbar haben Sie übersehen, dass Sie sich bereits früher angemeldet haben. Ihr Benutzername lautet "Benutzername von Cheffe", Ihr Passwort lautet "Passwort von Cheffe".
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Benutzer-Service"
Kurzum: Man meldet sich mit einer problemlos lesbaren Kundennummer und einer eMail-Adresse an und bekommt die Zugangsdaten eines anderen Nutzers. Wird sehr interessant, wenn man bedenkt, dass man im eingeloggten Zustand auch kostenpflichtige Zusatzmodule buchen und kostenpflichtig Artikel abrufen kann.
Nebenbei gesagt, wie besagter Volljurist/Rechtsassessor später rein zufällig bemerkte, die Zugangsdaten funktionierten auch bei Ebay.
Samstag, 24. Oktober 2009
Tages-Wahnsinn
Die Zwangseinweisung meines Nachbarn heute nachmittag war ja noch halbwegs unterhaltsam.
Der danach stattfindende, lautstarke, 3-stündige Kindergeburtstag war allerdings schon etwas nervig. Vor allem, wenn ich dabei eine relativ dicke Akte durcharbeiten will.
Zum Abschluß hat sich mein PC irgendeine dumme Scare-Ware eingefangen, die sich so ad hoc auch nicht beseitigen ließ.
Toll!
Der danach stattfindende, lautstarke, 3-stündige Kindergeburtstag war allerdings schon etwas nervig. Vor allem, wenn ich dabei eine relativ dicke Akte durcharbeiten will.
Zum Abschluß hat sich mein PC irgendeine dumme Scare-Ware eingefangen, die sich so ad hoc auch nicht beseitigen ließ.
Toll!
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Enteignung
Nun, offen gesagt, etwas feierlicher hatte ich mir den Abschied von meinen Hypo Real Estate-Aktien schon vorgestellt. Nicht unbedingt mit berittenem Boten, aber ein hübscher Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung hätte es schon sein dürfen. Nun hat der Bund die Enteignung geschickter Weise ja rein privatrechtlich durchgeführt und so staune ich etwas über die Post von der Bank die mich gestern erreichte. "Wertpapierabrechnung Verkauf" steht da drauf. Hööh, dacht ich noch, ich hab doch gar nichts verkauft, bis ich den kleinen verschämten Hinweis "Squeeze out" las und realisierte, dass es um meine Hypo Real Estate-Aktien geht.
Gut, besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Um das ganze abzuschließen:
Danke für´s Zuhören. Ich beende dieses Kapitel hiermit offiziell.
Früher im Blog:
Gut, besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Um das ganze abzuschließen:
- Interessante juristische Betrachtungen dazu finden sich in der NJW 2009, 2484 (Böckenförde: "Die getarnte Enteignung", m. w. N.).
- Wenn das nächste Mal eine Bank sich von ihrer Immobilientochter trennt, weil angeblich die Geschäfte zu schlecht laufen und die Aktien der Tochter dann hochschießen, sollte man sich beizeiten wieder von den Aktien trennen. Gesunder Menschenverstand hilft selbst bei Börsengeschäften.
- Nomen es omen: Bei Hypo Real Estate hätten eigentlich schon frühzeitig die Alarmglocken klingeln können.
Danke für´s Zuhören. Ich beende dieses Kapitel hiermit offiziell.
Früher im Blog:
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