Montag, 8. März 2010

Flieg, Hubi, flieg oder: Mörderischer Wettbewerb III

Ich hatte hier bereits

Mörderischer Wettbewerb

Mörderischer Wettbewerb II

über Störungen im Funk bei Einsätzen eines luxemburgerischen Rettungshubschrauber in Deutschland berichtet. Der Leiter einer Rettungswache war seinerzeit deswegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Damals haben beide Seiten gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt. Wie der Trierer Volksfreund berichtet, ging es jetzt weiter.
Funk-Affäre erneut vor dem Kadi

Rettungsfunk-Prozess: Die goldene Brücke ist weg

Sonntag, 7. März 2010

Broelsch: Artikel in der Welt

Die Welt hat heute einen sowohl ausführlichen, als auch ausgewogenen Artikel zur Causa Broelsch veröffentlicht. Selbiger ist sogar online abrufbar.

Demnach soll am nächsten Freitag die Urteilsverkündung sein.

Früher hier: Blogbeitrag ohne Namen (wieso eigentlich?)

Freitag, 5. März 2010

Digitalfunk: Geht es doch weiter?

Wie das Vergabe-Blog meldet, soll der Haushalts-Ausschuss des Bundestages nun doch am 3. März 2010 die entsprechende Mittel für den Digitalfunk freigegeben haben.

Andere Quellen oder weitere Informationen kann ich dazuz so adhoc aber nicht finden.

Es bleibt spannend.

Dienstag, 2. März 2010

Zulässig und begründet...

... war meine Verfasungsbeschwerde.

Sehr schön.

Die Pressemitteilung des BVerfG ist hier, und hier findet sich das Urteil im Volltext.

Juraexamen.info bietet eine hübsche Aufbereitung, nicht nur für Examenszwecke.

Samstag, 27. Februar 2010

Digitalfunk: Einführung verzögert sich erneut

Über die vielleicht, bestimmt, jedenfalls aber später stattfindende Einführung des Digitalfunks für die BOS hatte ich bereits hier, hier und hier geschrieben.

Die Pressemitteilung aus 2007, dass "der Aufbau des Digitalfunks BOS bis Ende 2010 nahezu abgeschlossen ist" ist ja nun ganz offensichtlich nicht Realität geworden.

Wie mehrere Medien, u. a. Welt Online jetzt berichten, soll sich die Einführung erneut um mindestens 3 Jahre verzögern. Die Gründe dafür sind mir nicht ganz klar, der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel wegen "ungeklärter Fragen" geklärt.

Persönlich kann es mir ja fast egal sein. Ich darf in einem Gebiet arbeiten, dass auch mit Analogfunk ausreichend versorgt ist. Ein paar Features wie GPS-gestützte Disposition und Datenübertragung wären allerdings schon nett.

Aber z. B. das Institut der Feuerwehr NRW (quasi die "Landesfeuerwehrschule") richtet im Moment einen großen Teil seiner Fortbildungskapazität auf Multiplikatoren-Lehrgänge für den Digitalfunk aus. Auch Hilfsorganisationen lassen ihre Mitarbeiter dort fleissig teilnehmen und schulen wiederum ihre Teilnehmer auf Standort-Ebene. Teilweise hat man dort auch schon, mindestens zu Ausbildungszwecken, gegen teures Geld entsprechende Geräte beschafft. Die Einführung des Digitalfunks stand ja quasi vor der Tür.

Und jetzt?

"Öhm, Jungs, Mädels, merkt Euch das mal schön. Wenn es gut läuft, könnt Ihr schon in drei Jahren mit den Funkgeräten funken. Naja, mit den Geräten nicht mehr, bis dahin gibt es modernere Geräte. Aber schön das ihr da wart."

Armseelig.

Dienstag, 23. Februar 2010

Berufsaussichten

Lektion 1:
Wenn man schon als Betrüger verurteilt ist, dann lässt man sich als Rettungssanitäter anstellen. Allerdings mit einem gefälschten Zeugnis. Ist aber nicht schlimm, wenn das auffällt, denn schließlich kann man dannimmer noch eine Umschulung als Betreuer für Demenzkranke machen. Der Westfälische Anzeiger berichtet.

Lektion 2:
"Fachkraft in der häuslichen Pflege" kann man mit "17 Studienhefte und ein Studienhandbuch" im Fernlehrgang werden. Gut, es sind immerhin zwei Präsenzphasen von insgesamt 11 Tagen vorgesehen. Dafür erlangt man dann aber auch "Fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Pflege" und den "Schwesternhelferinnen- bzw. Pflegediensthelferausweis des MHD". Ja, genau, der Malteser. Interesse? Weden sie sich vertrauensvoll an die Hamburger Akademie für Fernstudien.


Mal im Ernst: Wie eine gewisse Pflegewissenschaftlerin schon vor geraumer Zeit etwas drastisch formulierte: "Eliten brauchen Heloten".

Soll heißen, auch im pflegerischen oder sozialen Bereich wird es mit Kräften mit einer echten drei-jährigen Berufsausbildung oder einem Studium nicht funktionieren. Auch dort benötigt man Hilfskräfte, gerade angesichts voranschreitender Ökonomisierung. Die Tendenz, auch jeden letzten Depp (Entschuldigung) in diesen Bereich "zu verfrachten" ist aber auf Dauer sicher nicht glücklich.

Und um den bildungs- und berufspolitischen Anspruch hier etwas hochzuhalten:

Mittwoch, 10. Februar 2010

Subversive Activities Registration Act

Es gibt ja nun die ein oder andere Geschichte über "verrückte" amerikanische Gesetze bzw. Urteile. Viele davon halten einer Überprüfung nicht stand, es sind schlichtweg Fakes.

Was jetzt kommt ist allerdings -so fürchte ich- die Wahrheit.

Wohl im Rahmen des allgemeinen Terrorismus-Hypes hat der US-Bundesstaat South Carolina ein Gesetz namens "Subversive Activities Registration Act" erlassen.

Zusammengefasst: Jeder einzelne bzw. jede Organisation die beabsichtigt, die US-Regierung oder die Regierung des Staates South Carolina gewaltsam zu stürzen, muss sich zuvor registrieren lassen.

Dafür gibt es ein hübsches Formular: Bitte zweifach ausfüllen und eine Kopie der Satzung bzw. Protokolle der Sitzungen des letzten Jahres der subversiven Organisation beifügen.

Ausserdem wird eine Verwaltungsgebühr von 5 US-Dollar erhoben. Das scheint mir allerdings ein echter Schnäppchen-Preis zu sein.

Die Wertung mag die geneigte Leserin/der geneigte Leser selbst vornehmen.

Samstag, 6. Februar 2010

Kolping ruft zur Teilnahme an Betriebsrat-Wahlen auf

Das Kolpingwerk ruft zur Teilnahme an den im Mai stattfindenden Betriebsratswahlen auf.

Köln-Nachrichten berichet, Kolping-Seite.

Das ist nun als ein katholischer Verband mit sozialem Anspruch nicht weiter verwunderlich.

Ich fühle mich aber auch hier der Vollständigkeit verpflichtet und weise daraufhin, dass eine grosse Einrichtung des Kolpingwerkes, nämlich das Kolping-Bildungswerk Paderborn, gerade versucht, seine eigene KODA (Kommission zur Ordnung des Arbeitsrechts), also im weiteren Sinne so etwas wie ein "Lohn-Betriebsrat" loszuwerden.

Stellungnahme des Kolping-Bildungswerk Paderborn, Bericht der Bistumszeitung

Immerhin sind die beiden Geschäftsführer so ehrlich, einzugestehen, dass es dabei um die Senkung der Löhne geht (letzter Absatz der Stellungnahme des Kolping-Bildungswerk Paderborn).

Ob man sich dort dann auch über einen "starken Betriebsrat" freut?

Donnerstag, 4. Februar 2010

Zusatz-RTW

Ob des momentanen Winterwetters hat der hiesige Träger des Rettungsdienst in seiner Weitsicht und Semi-Genialität beschlossen, zusätzliche Rettungsmittel zu besetzen.

Der Zusatz-RTW morgen ist mit 2 RA besetzt.

RettAss ist aber nur einer davon...

Etwas strange ist das schon.

Montag, 28. Dezember 2009

Festtage

Die Kirche: Rappelvoll
Der Chor: Singt schief
Die Ministranten: Laienspielschar
Die Predigt: Ohne roten Faden

Wenn jemand nur einmal im Jahr in die Kirche geht und dann in so etwas gerät, ist es kein Wunder wenn er für die nächsten 364 Tage abgeschreckt ist. Okay, wenn man nur einmal im Jahr in der Kirche ist, merkt man es nicht und findet die Ministranten feierlich, den Chor sehr festlich und die Predigt lebensnah.

Und das wirklich schlimme ist: Dieser Blogeintrag ist eigentlich aus 2008 und ich mußte gerade merken, dass das Elend dieses Jahr dasselbe war. Na ja der Chor war so schlecht gar nicht.