Dienstag, 17. März 2009
Lebenszeichen
Zu bloggen gäbe es eigentlich mehr als genug, allein die Zeit und Muße die Geschehnisse in blogbare Form zu packen, fehlt mir derzeit.
Mittwoch, 11. Februar 2009
Guttenberg oder die Qualität journalistischer Recherche
Der gute Herr Guttenberg hat noch eine ganze Palette weiterer illustrer Vornamen an denen sich die Medien offenbar gerne bedienen. Unglücklicher Weise für die entsprechenden Medien, glücklicher Weise für den kritischen Leser zeigt sich dabei eine ähm sehr interessante Weise der journalistischen Recherche und im übrigen einmal mehr der Hinweis, nicht alles zu glauben, was bei Wikipedia steht.
Irgendjemand der morgens einen Clown gefrühstückt hatte -und seine Geschichte später anonym im Bildblog veröffentlichte- hat nämlich in den letzten Tagen Herrn Guttenberg einen weiteren Vornamen verliehen, nämlich "Wilhelm". Ganz einfach dadurch, dass er den entsprechende Wikipedia-Artikel editierte und um diesen Vornamen bereicherte.
So weit, so unlustig.
Interessant wird es aber, wenn man dann feststellen muss, daß diverse Medien, darunter Handelsblatt.com, heute.de, SpiegelOnline, aber auch die Süddeutsche, die TAZ und die BILD plötzlich diesen falschen Vornamen als solchen den Herrn Bundesministers mitteilen, ja sogar schreiben, er würde sich selbst so nennen.
Ähm, Kinners, was ist das denn bitte? Erst ungeprüft bei Wikipedia abschreiben und das dann auch noch als Aussage des Herrn Bundesministers persönlich darstellen. Wie schlecht ist das denn?
Vielleicht bin ich jetzt pessimistisch aber soll ich ernsthaft noch glauben, andere Themen würden ernsthafter recherchiert?
Weitere Gedanken bei Niggemeier.
Sonntag, 8. Februar 2009
Glos
Ähm, ja. Ich dachte zunächst ja immer, die Bundesminister würden vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Bundeskanzler, also vielmehr der Bundeskanzlerin, ernannt bzw. auch wieder entlassen (Art. 64 GG) und nicht von irgendwelchen Parteivorsitzenden.
Im übrigen möchte ich an dieser Stelle ausdrücklichen dementieren, daß Glos´Rücktrittsangebot irgendetwas mit diesem Vorfall zu tun hat.
Freitag, 23. Januar 2009
Notizen 09-01
-Musterverträge bei der IHK Franfurt (Main)
-
Sonntag, 18. Januar 2009
Meet and greet
Ganz einfach:
Wenn man sich am Sonntag-Morgen beim Billig-Bäcker beim Brötchenkauf trifft, ist der eine mit seinem Porsche 911 vorgefahren (in der Fußgängerzone!) und der andere ist zu Fuss da.
Nein, ich habe keinen Porsche.
Mittwoch, 14. Januar 2009
Magic Round about
der Stadt, da mein GBG-Zugang seit einer knappen Woche nicht mehr
funktioniert.
Ich bin in solchen Fällen ein Freund von "Flächenbombardements" und maile also beiden Administratoren, Herrn Müller und Herrn Schmitz, die AFAIK auch die komplette EDV-Abteilung darstellen.
In sehr kurzer Zeit bekomme ich eine Email von Herrn Müller zurück und freue mich schon über die rasche Reaktion. Bei Lesen muss ich aber feststellen, dass es nur eine automatisierte Antwort ist, Herr Müller ist diese Woche noch in Urlaub, man möge sich doch an Herrn Schmitz wenden.
Dummerweise habe ich 30 Sekunden später auch eine Mail von Herrn Schmitz im Posteingang. Die Überschrift verheisst schon, dass es eine "automatische
Antwort" ist. Der Inhalt: Herr Schmitz ist diese Woche noch in Urlaub, man
möge sich doch an Herrn Müller wenden.
Hallo? McFly, jemand zuhause?
Montag, 5. Januar 2009
"Solange" als Alamo-Stellung der Bundesregierung
Naja gut, die Verfassungsbeschwerde von ein paar zehntausend Menschen,
darunter halt auch ich.
Das macht die Argumentation der Bundesregierung aber nicht minder interessant. Deutlich abgekürzt sagt sie nämlich, die Vorratsdatenspeicherung ginge das Bundesverfassungsgericht nichts an.
Das erstaunt jetzt ein wenig, wird aber etwas klarer, wenn man sich mit der
"Solange"-Rechtsprechung des BVerfG, also quasi dem juristischen "Brathering",
auseinandersetzt.
Und jetzt wäre der Moment, wo dieses Blog eine seiner juristischen Sternstunden erleben könnte, indem ich ausführlich über die "Solange"-Rechtsprechung des BVerfG und die Argumentation der Bundesregierung reflektiere.
- Solange I & II bei Wikipedia
- Artikel im Beck-Blog mit Link zum Schriftsatz
Dienstag, 30. Dezember 2008
Wie schlecht ist das denn?
Dann könnte ich mich eventuell durchaus zu einer chirurgischen Intervention entschließen.
Ich würde so etwas aber mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht von einem Fernsehsender begleiten lassen, schon gar nicht von Sat1 mit dem Format Akte 08.
Sehr abgeneigt wäre ich allerdings, dann mein Gesicht und meinen vollen Namen für diese Story herzugeben.
Und, ganz, ganz sicher, würde ich dann nicht vor laufender Kamera erzählen wie furchtbar intim dieses Problem ist und man weder mit der Familie und dem Partner darüber kommunizieren kann. Um es dann anschließend aber vor laufender Kamera doch zu tun, in allen Einzelheiten...
Richtig grandios wird es dann aber, wenn man mit der einfachen Eingabe des Namens bei Google -Verzeihung aber als ich dieses ganze Geseiere mit dabei eingeblendeten Namen sah, konnte ich nicht anders- eine bunte Vielfalt von Seiten mit der Dame findet. Darunter ein vorbildlich ausgefülltes Xing-Profil mit Lichtbild.
Dank des Xing-Profils habe ich jetzt nicht nur einen guten Überblick über die berufliche Karriere der Dame -nein, ich glaube am Geld mangelt es nicht- sondern weiß jetzt auch, dass "die menschliche Psyche" zu den Interessen der Dame gehört.
Am besten, sie fängt mal direkt bei sich selbst an.
Samstag, 27. Dezember 2008
Shopping
Samstagseinkauf. Nicht viel, ich habe mich rechtzeitig vor Weihnachten eingedeckt um „zwischen den Jahren“ möglichst wenig aus dem Haus zu müssen. Erfahrungsgemäß ist Polacken flach rennen sehr viel los.
Kleine Anekdote am Rande: Bei der Rettungswache am Rande der Stadt bestellt mindestens ein größeres Kaufhaus tatsächlich einen Sanitätsdienst für diese Tage. Ob aus Humanität oder weil die reihenweise kollabierenden Kunden zuviel Kaufhaus-Personal binden, und sei es nur um sie aus dem Weg zu räumen, sei mal dahingestellt.
Kurzum, ich also im Supermarkt -rein privat- und außerhalb des kurzen Einkaufszettel komme ich am Stand mit dem Weihnachtsgebäck vorbei. Alles 50% reduziert ist ein Wort, aber die Gewichtslage ist ernst und so entscheide ich mich nach gründlicher Abwägung (Achtung! Hammermegakalauer!) für eine Packung Butter-Spekulatius, die guten mit Milchschokolade auf der Rückseite.
Nichts ahnend mache ich mich auf den Weg zur Kasse, fiep, fiep, fiep,
„5,17 Euro bitte“
„Ähm, haben Sie die 50% für die Spekulatius abgezogen?“
„Öhm, ´ne, Mist, das habe ich jetzt vergessen.“
Ich meinte im Gesicht der ca. 20-jährigen Kassiererin jetzt einen Hauch von Panik zu sehen und war kurz davor ein „Ach, dann lassen set gut sein“ zu sprechen. Andererseits ermöglichte diese Situation mir den Menschen in der Schlange eine kurze post-weihnachtliche Auszeit zu gönnen.
Nun wandte sich die Kassiererin zur Seite, wo sich Papier, ein Telefon und ein Taschenrechner befand. Ich nahm an sie würde jetzt den Head of Cash Intake die Kassenaufsicht zwecks Storno rufen, stattdessen begann Sie auf den Taschenrechner einzuhacken.
„Ähm, 1,59 Euro waren das, oder?“
„Ja, genau!“
„Sind dann 3,18 Euro“
„Whääh!?! Nenenene! Nein, Sie müssen die Hälfte abziehen.“
Erstaunter Blick der Kassendame.
„Durch zwei teilen“
„Ach ja, stimmt!“
Mir lag eigentlich ein „Das sind 79 Cent" auf der Zunge, aber die Situation hatte mich bereits geistig überfahren.
Taschenrechner, tipp, tipp, tipp. Daraufhin begann Sie nun diverse Zahlen auf das Papier zu schreiben.
„Äh, was mache ich denn jetzt? Sind das 80 Cent oder 79 Cent?“
„Machen Sie ruhig 79 Cent“.
Soll ja keiner sagen, ich wäre knauserig.
Erleichterung im Blick der Kassiererin und der beherzte Griff zum Telefon.
Jetzt kam die Kassenaufsicht in´s Spiel. Flugs das gesamte Geschehen am Telefon geschildert und die -immerhin telefonische- Freigabe abgeholt und schon durfte ich um 4,38 Euro ärmer den Supermarkt verlassen.
Abgesetzt II
Danke!
Als jemand der Schmidt noch aus seiner Zeit im WDR mit "Schmidteinander" kennt, war es alles andere als eine Freude sich "Schmidt & Pocher" anzugucken. Stattdessen soll Schmidt im Wahljahr 2009 auf einem Level sehen, das sonst im deutschen Fernsehen niemand liefert. Es besteht also Grund zur Hoffnung.
Spiegel-Online berichtet