Dienstag, 29. September 2009

Krankenhaus-Essen

Nein, nein, keine Angst, dieser Kelch ist an mir vorbeigegangen. Obwohl, auch das stimmt nicht ganz, gelegentlich komme ich (gratis) in den Genuss desselben.

Auf dieser hübschen Seite gibt es eine regelmäßig aktualisierte Zusammenstellung von Bildern von internationalem Krankenhaus-Essen. Nicht immer lecker anzusehen, mehrheitlich aber unterhaltsam. Mahlzeit!

Samstag, 26. September 2009

Wahlzirkus - Die Prognose

Auf Twitter sollen ja vor der letzten Wahl von vor ein paar Wochen (Kommunalwahl? Landtagswahl?) bereits kurz vor Schließung der Wahllokale die ersten Ergebnisse bekannt geworden sein.

Amateure! Das geht viel früher. Zumindest für eine Partei. Denn eigentlich muß man sich nur des Mierscheid-Walla-Gesetzes bedienen, um die Ergebnisse der SPD bei den Bundestagswahl mit erstaunlicher Präzision hervorzusagen:
Der Stimmenanteil der SPD bei Bundestagswahlen richtet sich nach dem Index der deutschen Rohstahlproduktion in den alten Ländern gemessen in Mio. Tonnen.
Naja, gut, eine kleine Ungenauigkeit ist schon drin, weil man nie weiß, wieviel Rohstahl in Westdeutschland in dem Jahr produziert werden wird, aber immerhin.

Der geschätzte Kollege Ballmann, war so freundlich, dass mal durchzukalkulieren und kommt auf 27,1 % der Stimmen für die SPD bei der Bundestagswahl. Ich habe das nicht nachgerechnet, glaube aber dem Herrn Vorsitzenden da mal.

Die Seite des Abgeordneten Mierscheidt hält übrigens unter "Mitteilungen" sowohl eine "Musterrede" als auch einen "Musterantrag" bereit. Nicht nur für MdBs sehr zu empfehlen!

Sonntag, 20. September 2009

Ich bin dann mal weg...

... so eine knappe Woche ehrlich verdienter Urlaub.

Freitag, 18. September 2009

"Feindbild Arzt: Weiße Kittel, weiße Weste?"

... war der Titel der Sendung "Menschen bei Maischberger" vom 8. September. Ich bin sonst kein großer Fan der Sendung, habe aber bei dieser Folge reingezappt und fand sie recht sehenswert.

Wegen des näheren Inhalts, weise ich auf die ZDF-Seite hin, wo auch ein Video der Sendung zu sehen ist. Der Titel "Feindbild Arzt" ist insofern etwas irreführend, da es bei weitem nicht um dumpfe Arzt-Hetze oder ähnliches ging.

Besonders interessant war der Auftritt von Dr. Marcus Rall, Leiter des Tübinger Patientensicherheits- und Simulationszentrum. Aber schaut selbst.

Mittwoch, 16. September 2009

Wahlzirkus 2

Bei näherer Betrachtung war mein gestriger Post ja nun etwas kryptisch. Also: Da ich voraussichtlich am Tag der Bundestagswahl nicht dazu kommen werde, ein Wahllokal aufzusuchen, habe ich Briefwahl gemacht.

Das ist eigentlich ganz nett, da kann man nämlich in Ruhe am Schreibtisch sitzen und Google oder den Wahl-O-Maten um Rat fragen. Gut bei der Zweitstimme war mir eh´ relativ klar was es werden würde, aber die Erststimme hat mich doch etwas mehr Zeit gekostet. Nachdem ich die üblichen Verdächtigen rausgeschmissen hatte, entweder wegen "aus eigener Anschauung als blöd empfunden" oder wegen "geistige oder tatsächliche Brandstifter wähle ich nicht", blieben dann immer noch eine Handvoll Kandidaten über.

Nun, man kann in Zeiten des Wahlkampfes seine eigene Homepage auf die Seite der Partei umleiten, die in keiner Weise personalisiert ist.

Man kann auch die eigene Homepage auf die Seite der Partei umleiten, wo ein notdürftiges formularhaftes Profil steht, dem es an einem Bild mangelt und wo an dem Punkt "Dafür stehe ich" gähnende Leere klafft.

Man kann aber auch, und das ist mein Favorit, die eigene Homepage auf seine Geschäftsseite umleiten und dort Häuser und Baustoffe zum Verkauf anbieten.

Hilfe!

Da ist es doch kein Wunder, wenn letztlich der Kandidat über bleibt, der eine vernünftige Homepage hat und Fragen auf Abgeordnetenwatch beantwortet, oder?

Wenn gleich das ja eigentlich auch kein Kriterium sein kann...

Dienstag, 15. September 2009

Wahlzirkus

Ich habe gerade gewählt.

Weniger aus politischer Überzeugung, sondern mehr aus der Ansicht heraus, daß man als Demokrat auch dann sein Wahlrecht nutzen sollte, wenn man die Wahl zwischen Not und Elend hat.

Ich hab mich für Not entschieden, da kenne ich mich wenigstens aus, als Rettungsassistent.

Donnerstag, 10. September 2009

Renovierungsarbeiten

Ich habe gerade aus meiner Blog-Liste die "Hypnosekröte" entfernt, da das Blog anscheinend nicht mehr existiert.

Dasselbe Schicksal scheint den Rettungsblogger ereilt zu haben.

Sonntag, 6. September 2009

Mc Gyver

... konnte problemlos mit dem Kugelschreiber und dem Taschenmesser tracheostomieren. Obwohl, ich selber habe das nur mal bei einer Folge von M*A*S*H gesehen.

Egal. All den Tüddelkram braucht man jetzt nicht mehr.

Unsere Brüder und Schwestern auf der anderen Seite des großen Teiches haben das Tracheostomie-Besteck als Schlüsselanhänger erfunden. Quasi als Äquivalent zum Schweizer Taschenmesser.

Das Ding nennt sich LifeStat und ist auch angeblich von der Food and Drug Administration zugelassen. Auf der Seite findet sich auch gleich eine Gebrauchsanleitung mit Bildern.

Uhh, ich hab seit gerade ein ganz unangenehmes Gefühl am Hals...

Freitag, 4. September 2009

Saisonware

Für das Protokoll: Ich war heute im Supermarkt und hätte dort Lebkuchen und Schokoprinten erwerben können.

Bäh, eklig sowas im ausgehenden Spätsommer!

Aber, die Dominosteine mit weißer Schokolade sind echt lecker.

Donnerstag, 3. September 2009

Konzessionsmodell im Rettungdienst und wie man es wieder los wird

Wenn man sich in Nordrhein-Westfalen am Rettungsdienst beteiligen möchte, gibt´s dafür grundsätzlich zwei Varianten. Das Konzessionsmodell und das Submissionsmodell.

Letzteres ist nicht ganz so spannend: Ich suche mir einen örtlichen Träger des Rettungsdienstes, das sind gemäß § 6 RettG NRW die Kreise und kreisfreien Städte, und lass mir von diesen gemäß § 13 RettG NRW rettungsdienstliche Aufgaben übertragen. Gut, praktisch ist das natürlich schon spannend, auch angesichts gewisser Zweifel, ob das denn so ohne Ausschreibung überhaupt geht. Dazu aber vielleicht bei anderer Gelegenheit mehr.

Die andere Variante ist das Konzessionsmodell. Das heißt, das ich als Unternehmer Leistungen des Krankentransportes und der Notfallrettung auf dem Markt anbiete und hoffe, dass mich jemand "bucht". Die Variante findet man in §§ 18 ff. RettG NRW. Insbesondere braucht man dafür eine Genehmigung der Kreis-Ordnungsbehörde.

Die entsprechende Genehmigung ist a) per se widerruflich, wie sich aus § 26 RettG NRW ergibt und zum anderen sollen Tätigkeitsuntersagungen auch aus der Generalklausel des § 14 Ordnungsbehördengesetz NRW möglich sein.

Kommen wir jetzt zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte:

Das Oberverwaltungsgericht NRW hat eine schöne Entscheidung veröffentlicht, in der es um eine Gewerbeuntersagung für einen privaten Rettungsdienst-Unternehmer ging, eben obiges Konzessionsmodell.

Was in dieser Entscheidung zu lesen, ist schon, hmm, grenzwertig haarsträubend: Keine Rettungsassistenten auf dem RTW (Rn. 19); man rettet außerhalb des eigenen Betriebsbereiches an mehreren, näher gelegenen Rettungswache vorbei und ignoriert sowas wie Eintreffzeiten (Rn. 20, 21); "i broach koa Dokta" (Rn. 24). Die Betriebsuntersagung erstaunt da wenig, überraschend ist allenfalls noch, dass der Unternehmer Wiederholungstäter ist (Rn.25) und ein ähnliches Verhalten in den 90er-Jahren schonmal gezeigt hat.