Donnerstag, 3. Januar 2008

note to myself...

...und zugleich ein Hinweis an die geschätzten Leserinnen und Leser dies Blogs:

Technorati scheint -trotz manuellem Pingen- die Posts in diesem Blog nicht zu aktualisieren. Seit kurzem verschwinden bei Technorati sogar bereits erfasste Posts. Aktuell soll das neueste Posting laut Technorati mein Weihnachtsgruß vom 24.12. sein. Sehr unerfreulich!

Ausserdem scheint der Feed zu harken: weblog.com sagt, geht gar nichts.
Feedchecker sagt, Atom geht.

Falls jemand eine Lösungsidee hat, bin ich sehr dankbar.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Das andere Ende...

...des Funkgeräts, auch bekannt als Leitstelle, Call Center, Zentrum der Macht oder whatever wird erfreulicherweise ebenso verbloggt:

Einen sehr interessanten, subjektiven Einblick in eine Leitstelle der nordrhein-westfälischen Ordnungsmacht gibt es in dem Blog VS-Geheim.
Steel, der Autor, des Blogs war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden, hat jedoch glücklicherweise vor einigen Tagen das Bloggen wieder aufgenommen.

Einen Einblick in die Leitstelle des London Ambulance Service gibt hier.

Montag, 31. Dezember 2007

2008

Guten Rutsch!




Man beachte besonders das elegante und effektive Gasgeben des ersten Fahrers!

Sonntag, 30. Dezember 2007

Himmel und Hölle: Presse- und Blogschau

Udo Vetter hat in seinem law blog noch einen Nachtrag zur "Operation Himmel" geliefert, der einen weiteren Einblick in die "interessanten" Ermittlungen liefert: Klick mich

Strafprozesse und andere Ungereimtheiten: Sensationell: Kinderpornofall ist ein Fake! neigt da zu einer noch etwas drastischeren Ausdrucksweise und weist insbesondere daraufhin, dass für die "Operation Himmel" derselbe Staatsanwalt verantwortlich ist, wie seinerzeit für die "Operation Mikado".

Aus dem Bereich des "alten Journalismus" ist mittlerweile auch beim Spiegel kritisches zu lesen. Die Süddeutsche hingegen berichtet unglaubliches: Es gebe doch tatsächlich "Täter" die keinerlei Unrechtsbewußtsein hätten und sich über die Durchsuchung beschweren.

Täter? Verdächtige? Egal, es geht um die Kinder! Da hat man Wohnungsdurchsuchungen aufgrund lustiger "Alle in den Sack und Knüppel drauf"-Ermittlungen geduldig zu ertragen. Wenn der Computer beschlagnahmt wird, kann man sich ja einen neuen kaufen, falls man noch einen Job hat und die Anwaltsrechnungen Geld überlassen.

Auch vermeintlich renomierte überregionale Tageszeitungen wie die Süddeutsche schmeissen anscheinend sämtliche strafprozessuale Grundprinzipien großzügig über Bord. Oder, und das beruhigt auch nicht sonderlich, haben von Unschuldsvermutung noch nie was gehört.

Die Hoffnung, nur das lokale Revolverblatt würde angesichts des Vorwurfes der Kinderpornographie am Rad drehen, kann ich wohl aufgeben.

First Responder







Witzig anzusehen ist es allemal und außerdem erfahren wir, dass alleinfahrende Notärzte kein Problem sind, da NEFs dem RTW offenbar auch ohne Fahrer folgen können...

Samstag, 29. Dezember 2007

Berufsethos

Der Putzservice eines Casinos: "Ganz groß abstauben". Muhaha!

Donnerstag, 27. Dezember 2007

TV-Hinweis

ARD, 27.12.2007
23.15 - 00.40 (85 min.)

Richter: Lebenslänglich - Der Dokumentarfilm

"Richter: Lebenslänglich" begleitet zwei Richter in ihrem Arbeitsalltag. Der Film dokumentiert den Prozess ihrer Entscheidungsfindung und ihren Umgang mit Zweifeln und Vorurteilen anhand von realen Fällen.

http://www.ard-digital.de/programmvorschau/sendung.php?eventID=101215599

Himmel und Hölle

Man muss nicht übermäßig aufmerksam sein, um etwas von einen neuem "Kinderporno-Skandal" der derzeit in diversen Medien ausgebreitet wird, mitzukriegen (Spiegel online, WAZ).

Keine Frage: Der durchschnittliche Kinderpornograph ist ein gemeingefährlicher, kranker Krimineller.

Wie so oft, lohnt sich aber auch bei der "Operation Himmel", so der Tarnname der jetzigen Ermittlungen, ein genauerer Blick:

Da stellt ein Berliner Provider (die ARD nennt "Strato") ein hohes Datenaufkommen auf einem seiner Server fest und informiert die Polizei. Diese ermittelt "hieb- und stichfest, dass Internet-Nutzer über den Anbieter auf Kinderpornos zugriffen" (Spiegel online).

Wie hieb- und stichfest die Ermittlungen im Einzelfall (?) waren, zeigt Udo Vetter in seinem Lawblog. Ob die "Operation Himmel" also wirklich ein derartig grosser Schlag gegen Kinderpornographie ist, sei mal dahingestellt. Die Folgen für ungerechtfertigt Verfolgte sind bei diesem Vorwurf jedenfalls fatal.

Ein eher unqualifiziert erscheinender Kommentar in der WAZ unter dem Titel "Diskretion hilft nur den Tätern" lässt mich dann mal wieder über die Qualität von Journalismus erschaudern.

Montag, 24. Dezember 2007


Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:

Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.

Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.


Lk 2, 10-12

Freitag, 21. Dezember 2007

Bashing

Im Rettungsblog ist gerade das große Feuerwehr-Bashing (hier und hier) losgegangen.

Ich kann mich da nur sehr eingeschränkt anschliessen.

Man erzählt sich hier im Kollegenkreis zwar öfter noch Geschichten von den BF´lern die mit dem Stichwort "Reanimation" alarmiert wurden und dann -noch nicht mal mit Koffer- an der Einsatzstelle "mal gucken gingen". Allerdings sind das eher alte Kamellen, mir selber ist sowas nie untergekommen. Im Gegenteil, als im letzten Jahr eine Verwandte den Rettungsdienst brauchte und die Feuerwehr kam, waren die entsprechenden Kollegen schnell, kompetent und freundlich. Und es waren wirklich Feuerwehrleute!

Stattdessen kann ich hier aber Schauergeschichten über einen privaten Rettungsdienst erzählen. Nennen wir ihn mal "Krankentransporte Gräulich":

1. Stichwort "Kreislaufstörung"
Unser RTW ist alarmiert mit dem Stichwort "Kreislaufstörung". Wir sind zu dritt auf dem Auto. Ich sitze hinten, was dazu führt, dass ich die Kollegen nicht davon abhalten kann, die letzten 200m der Anfahrt auf einer lebhaft befahrenen Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung zu fahren.

Beim Eintreffen stelle ich fest, dass bereits ein KTW von "Krankentransporte Gräulich" vor Ort ist. Prima, denke ich mir: Entweder die haben uns nachbestellt, oder aber sie haben den Patient zufällig gefunden und schonmal qualifizierte Erste Hilfe geleistet.

Bei weiterer Annäherung an die Einsatzstelle zeigte sich dann ein Mensch am Boden der sich in einer sehr schönen stabilen Seitenlage befand, die Helden von Gräulich mit wichtigem Blick danebenstehend.

Meine Freude über diese "qualifizierte" Erste Hilfe währte allerdings nur wenige Sekunden, denn der Mensch war leider nicht nur bewusstlos, sondern hatte jegliche Kreislauftätigkeit eingestellt. Ein bißchen "auf der Brust rumdrücken" hätte er wohl viel besser vertragen können als eine schöne Seitenlage.

Selbst wenn man den Helden von "Krankentransporte Gräulich" noch zugute hält, daß derjenige zuerst nur bewußtlos war, hätte vielleicht mal einer von ihnen direkt beim Patienten bleiben und die Vitalzeichen überwachen können. Ja, es war ein echter KTW von Grausam, also mindestens RS/RH besetzt und, nein, die hatten keinen anderen Patienten da drin.


2. Stichwort "Verkehrsunfall"
Again, unser RTW ist alarmiert mit dem Stichwort "Verkehrsunfall". Beim Eintreffen stehen am Straßenrand zwei Fahrzeuge geparkt, davon ein KTW von"Krankentransporte Gräulich". Zunächst bin ich etwas irritiert, denn keiner der Fahrzeuge scheint auch nur einen Kratzer zu haben.

Auf den Gedanken, der Gräulich-KTW habe nur Erste Hilfe leisten wollen, bin ich gar nicht gekommen, denn die beiden Gestalten drucksten sich irgendwo herum. Dafür ist unsere Patientin eine deutlich aufgeregte Schwangere, die über Schmerzen im Abdomen klagt.

Nachdem wir sie in den RTW gebracht und etwas beruhigt haben, hören wir die folgende Geschichte: Die Schwangere und Ihr Vater waren zusammen im Auto unterwegs. Der Fahrstil des Vaters schien dem Fahrer des dahinter fahrenden Gräulich-KTWs nicht zu gefallen. Nach einigen Hupen und Lichthupen überholte der Gräulich-KTW das Auto in dem unsere Patientin unterwegs war und bremste es aus.

Beide Fahrzeuge hielten an, die Fahrer stiegen aus und es entwickelte sich eine wohl recht heftige, allerdings noch rein verbale Auseinandersetzung. Unsere Patientin stieg dann ebenfalls aus, um den Streit zu schlichten. Stattdessen erhielt sie allerdings von dem Fahrer des Gräulich-KTWs einen Schlag in den Magen!



Während ich die erste Geschichte noch mit etwas Mühe unter "dumm gelaufen, aber kein Grund den Stab über die Firma Gräulich zu brechen" verbuchen konnte, war ich nach der zweiten Geschichte sicher, dass zumindest dieser Private ein Sammelbecken für sozial und fachlich unfähiges Personal bildet. Welches dann im übrigen anscheinend, wenn man Gerüchten glauben darf, mit halben Sklaventreiber-Methoden bei der Stange gehalten wird.

Das Beste: "Krankentransporte Gräulich" ist kurz davor hier einen RTW im Regel-Rettungsdienst zu bekommen! Würg!